Die israelische, an der Schweizer Börse kotierte SHL Telemedicine baut das Geschäft in Deutschland aus. Der Anbieter von Telemedizin-Lösungen erwirbt zum Preis von 7,6 Millionen Euro die Gesellschaft für Patientenhilfe (GPH) aus München mit ihrem deutschlandweiten Telemedizinprogramm Cordiva. Im Rahmen des Programms betreue GPH auf täglicher Basis rund 10'000 Patienten mit chronischen Herzfehlern, schreibt SHL in der Mitteilung.

«Natürliche Erweiterung»

Die Übernahme sei eine natürliche Erweiterung des Deutschlandgeschäfts von SHL Telemedicine und werde das Wachstum der Gruppe bereits im laufenden Jahr begünstigen, heisst es weiter. Dabei beabsichtigt SHL, die Übernahme aus den bestehenden liquiden Mitteln sowie über die Aufnahme von neuen Verbindlichkeiten zu finanzieren. Die Transaktion soll laut Mitteilung innert Kürze abgeschlossen werden.

GPH gehörte zur US-Gesellschaft Alere Inc. und hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 9,2 Millionen Euro sowie einen Reingewinn von 0,8 Millionen erzielt. AOK Bayern und AOK North East gehören zu den wichtigsten Kunden. Damit verfüge SHL nun über vier Versicherungsunternehmen (DKV, AOK Bayern, Barmer und AOK North East) als Kunden in Deutschland, heisst es weiter.

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(awp/chb/lur)