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Libyen
Sicherheitsratssitzung zu IS-Terror gefordert

Koptische Christen trauern um die IS-Opfer: Die Terrormiliz weitet ihre Aktivitäten aus. Keystone

Nach der Ermordung koptischer Christen durch die Terrormiliz IS haben die ägyptische und libysche Luftwaffe IS-Kämpfer getötet. Frankreich und Ägypten fordern eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrates.

Veröffentlicht am 16.02.2015

Nach der Enthauptung koptischer Christen aus Ägypten haben der französische Staatschef François Hollande und der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrates zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen gefordert.

Beide Staatschefs hätten in einem Telefongespräch über «die Situation in Libyen und die Ausweitung der Aktivitäten des IS in diesem Land» gesprochen, teilte die französische Präsidentschaft mit. Die internationale Staatengemeinschaft müsse «neue Massnahmen beschliessen, um dieser Gefahr entgegenzutreten». Nötig sei ein Zusammenkommen des Uno-Sicherheitsrates.

Die sunnitischen Fanatiker vom sogenannten Islamischen Staat (IS) hatten am Sonntag ein Video veröffentlicht, auf dem nach eigenen Angaben die Enthauptung von 21 ägyptischen Kopten an einem Strand in der libyschen Provinz Tripolis gezeigt wird.

40 bis 50 Tote

Als Reaktion auf die Bluttat wurden bei ägyptischen und libyschen Luftangriffen auf Stellungen des IS in Libyen nach offiziellen Angaben Dutzende Extremisten getötet. Der libyische Luftwaffenkommandeur Saker al-Dschoruschi erklärte im ägyptischen Staatsfernsehen, es seien Waffenlager und Kommunikationszentren der Islamisten getroffen worden.

«Die Zahl der Toten liegt mit Sicherheit nicht unter 40 bis 50», erklärte Al-Dschoruschi. Die beiden Luftwaffen hatten die Angriffe am Morgen im Grenzgebiet nach eigener Darstellung koordiniert.

(reuters/sda/tno/ama)

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