Mit Siemens-Chef Joe Kaeser äussert sich erstmals ein Chef eines grossen, deutschen Konzerns gegen die AfD: Über Twitter hat Kaeser eine Äusserung von AfD-Politikerin Alice Weidel kritisiert. Diese sorgte im Bundestag mit ihren Worten «Kopftuchmädchen» und «Messermänner» für Aufruhr. 

Joe Kaeser teilte seine Kritik öffentlich auf Twitter mit: «Lieber ‚Kopftuch-Mädel‘ als Bund Deutscher Mädel. Frau Weidel schadet mit ihrem Nationalismus dem Ansehen unseres Landes in der Welt. Da, wo die Haupt-Quelle des deutschen Wohlstands liegt», liess Kaeser verlauten. Der «Bund Deutscher Mädel» war während des Nationalsozialismus der weibliche Zweig der Hitlerjugend.

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Dass Kaeser seit rund einem Jahr gerne twittert, ist bekannt. Er hat sich dort bereits mehrmals zur Politik von US-Präsident Donald Trump geäussert, mit dem er am diesjährigen WEF an einem Tisch sass. Dort lobte er den Präsidenten – das brachte ihm wiederum Kritik ein. Jetzt hat sich Kaeser erstmals zur deutschen Einwanderungspolitik geäussert – als erster Vorstandsvorsitzender eines deutschen Weltkonzerns. 

(tdr)