Bei den Vereinten Nationen füllt sich die Liste der Kandidaten für eine Nachfolge des Ende 2016 ausscheidenden Generalsekretärs Ban Ki Moon. Die Regierung Sloweniens nominierte am Mittwoch den ehemaligen Staats-Präsidenten Danilo Turk. Schon zuvor waren aus Mazedonien der ehemalige Präsident der UN-Vollversammlung, Srgjan Kerim, sowie aus Kroatien deren Aussenministerin Vesna Pusic vorgeschlagen worden.

Der Südkoreaner Ban Ki Moon hatte Anfang 2007 Kofi Annan abgelöst und tritt Ende 2016 nach zwei Amtszeiten ab. Das Amt des UN-Generalsekretärs wird üblicherweise im Rotationsverfahren an verschiedene Regionen vergeben. Als nächste wäre Osteuropa an der Reihe. Das Verfahren ist allerdings nicht bindend.

Die Nachfolgersuche läuft auf Hochtouren

Die Präsidenten von UN-Sicherheitsrat und UN-Vollversammlung hatten jüngst die 193 UN-Mitgliedsländer aufgefordert, mit der Suche nach einem Ban-Nachfolger zu beginnen. Ausdrücklich wurde auch zur Nominierung von Frauen ermuntert. Traditionell einigen sich die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats - inklusive der Veto-Mächte Russland, USA, Frankreich, Grossbritannien und China - hinter verschlossenen Türen auf eine Person. Sie schlagen sie dann den UN-Mitgliedsländern vor, die darüber abstimmen.

Bei UN-Insidern hiess es, man hoffe, dass die Kandidaten-Liste im März geschlossen und mit dem Auswahl-Prozess im Juli begonnen werden könne. In der Aufforderung hatte es geheissen, gesucht werde jemand, der über nachgewiesene Führungsqualitäten und umfangreiche Erfahrungen in internationalen Beziehungen verfüge, mehrere Sprachen spreche und stark in den Bereichen Diplomatie und Kommunikation sei.

(sda/mbü)