Der überwiegenden Mehrheit der 20 Unternehmen des Swiss Market Index bringt die Unternehmenssteuerreform III (USR III) keine steuerliche Entlastung. Zu diesem Resultat kommt eine Umfrage der «Handelszeitung» bei allen SMI-Firmen. So rechnen die Industriefirmen ABB und Swatch, der Nahrungsmittelmulti Nestlé sowie der Basler Pharmariese Novartis mit einer bestenfalls gleichbleibenden Steuerbelastung.

Die Versicherer Swiss Life und Zurich sowie Roche und Syngenta befürchten gar eine Mehrbelastung. Positive steuerliche Effekte erwarten bloss Julius Bär, Swisscom. Swiss Re rechnet mit einem positiven Einmaleffekt.  Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse machten keine Angaben über die Auswirkungen der Reform auf das Unternehmen.

Andere Firmen profitieren zum Teil

Die HZ-Umfrage widerspricht Behauptungen der Reformgegner, dass Grosskonzerne mit der Reform Steuergeschenke in Milliardenhöhe erhalten. Laut Experten sinkt die Steuerlast vieler Grossfirmen nicht, weil diese bereits heute stark von den Privilegien für Spezialgesellschaften wie Holdings profitieren. Von einer sinkenden Steuerbelastung geht dagegen das Gros der Firmen der MEM-Industrie aus. Ebenfalls profitieren Axa Winterthur, Raiffeisen und die Swiss gemäss eigenen Angaben von der Reform.

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