Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist seit der Einführung des Euro-Mindestkurses bereit, die Grenze von 1,20 Franken uneingeschränkt zu verteidigen. Auch vor rund einem Jahr, als der Euro am Gründonnerstag kurzzeitig unter diese Grenze fiel, sei sie mit einem grossen Kaufangebot präsent gewesen.

«Wir standen für unsere Gegenparteien mit 10 Milliarden Euro bereit und waren zu jeder Zeit mit unseren Kaufangeboten präsent», erläuterte Dewet Moser, Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Geldmarkt-Apéro in Zürich.

«Die Sicherstellung des Mindestkurses war somit nie gefährdet, und entsprechend erkannten denn in der Folge auch die meisten Medien, dass die SNB weder in den Osterferien gewesen war, noch geschlafen hatte», sagte Moser gemäss Redetext. «Ganz im Gegenteil: Wir waren und sind 24 Stunden am Markt, und dies von der Eröffnung der Handelswoche in Sydney bis zum Wochenschluss in New York.»

Der kurzzeitige Fall des Euro habe die SNB zusätzlich angespornt, ihr Dispositiv zur Durchsetzung des Mindestkurses noch weiter zu verstärken. «So haben wir die Wahrscheinlichkeit, dass wir aufgrund technischer oder anderer Störungen nicht am Markt operieren können, auf ein Minimum reduziert», so Moser gemäss Redetext weiter.

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Auch in Zukunft hält die SNB am Mindestkurs fest. Dies hatten Vertreter der SNB bereits mehrmals betont.

(vst/chb/sda)