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NSA-Affäre
Snowdens Vater: «Obama schüchtert mich nicht ein»

US-Präsident Obama: Er winkt vor dem Abflug nach Washington auf dem Flughafen von Los Angeles. (Bild: Keystone)

Die Familie Snowden ist offenbar besonders wehrhaft und wenig ängstlich. Der Vater von Edward Snowden lässt sich vom US-Präsidenten nicht kleinkriegen.

Veröffentlicht am 08.08.2013

Der Vater des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden ist von der Unschuld seines Sohnes überzeugt und will sich auch nicht von Präsident Barack Obama einschüchtern lassen. Er sei sich absolut sicher, dass sich sein Sohn in einem moralischen Dilemma befunden habe, sagte Lon Snowden in einem Reuters-Interview.

«Ich glaube, mein Sohn hat schwerwiegende Übergriffe der Regierung aufgedeckt und ich glaube, wir haben eine Menge Politiker bis hinauf zu den höchsten Ebenen, die dadurch gefährdet werden und deshalb erzürnt sind.»

Snowden: Vorläufiges Asyl in Russland

Der 30-jährige Edward Snowden hat Spähprogramme der USA und Grossbritanniens enthüllt und wird in seiner Heimat wegen Geheimnisverrat gesucht. Russland hat ihm vorläufiges Asyl gewährt. Obama hat deswegen ein geplantes Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin abgesagt.

Er sei überzeugt, dass Putin nicht einknicken und seinen Sohn an die USA ausliefern werde, sagte das ehemalige Mitglied der US-Küstenwache. Er hoffe, dass der diplomatische Streit nicht die amerikanische Öffentlichkeit davon ablenke, sich mit den Spähaktionen auseinanderzusetzen.

Es gehe um Spähprogramme, die das US-Verfassungsrecht unterlaufen und verletzen würden. «Ich werde kämpfen und ich werde diese Frage vorantreiben und es gibt keinen Politiker bis hinauf zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, der mich einschüchtern wird.»

(tke/aho/reuters)

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