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So schadet Donald Trump dem Weltklima

Donald Trump: Sein Entscheid zu Paris ist kontrovers. Keystone

Donald Trump kündigt die Pariser Vereinbarung – und gefährdet damit den Klimaschutz. Hier sind die Fakten zum US-Ausscheren im Kampf gegen den Klimawandel.

Veröffentlicht am 01.06.2017

Die USA haben noch unter der Regierung von Barack Obama den Weltklimavertrag von Paris ausgehandelt, ratifiziert und somit in Kraft gesetzt. Nach China ist das Land der zweitgrösste Treibhausgas-Produzent der Erde.

Wie hoch ist der CO2-Ausstoss der USA?

Die USA sind für rund 16 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstosses verantwortlich. China hat hier einen Anteil von 28 Prozent, Deutschland von gut zwei Prozent. Pro Kopf gesehen liegen die USA aber an der Spitze der Industrie- und Schwellenländer.

Ein US-Amerikaner produziert durchschnittlich etwa doppelt soviel CO2 wie ein Deutscher und weit mehr als ein Chinese.

Wie hat sich der Ausstoss entwickelt?

Trotz Wirtschaftswachstums ist der CO2-Ausstoss in den vergangenen drei Jahren nicht mehr gestiegen, sondern gesunken. Hauptgrund ist, dass Kohle in Kraftwerken durch Gas ersetzt wurde.

Dies liegt zum einen an der Schiefergas-Förderung, dem sogenannten Fracking, das die Gaspreise hat sinken lassen. Gas setzt bei der Verbrennung weit weniger CO2 frei als Kohle. Zudem hatte Obama schärfere Umweltauflagen für Kohlekraftwerke verhängt, so dass ältere Anlagen geschlossen wurden.

Wozu haben sich die USA verpflichtet?

Wie alle Unterzeichner erkennen sie den Klimawandel als menschengemacht und dabei ihre besondere Verantwortung als Industriestaat an.

Sie wollen die Erderwärmung zusammen mit der Staatengemeinschaft auf unter zwei Grad, möglichst auf maximal 1,5 Grad, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzen.

Was wollten die USA tun?

Im UN-Vertrag von Paris wurden alle nationalen Pläne zum Klimaschutz gesammelt, sozusagen als Basis für weitere Anstrengungen. Die EU hat sich beispielsweise verpflichtet, bis 2030 rund 40 Prozent weniger CO2 zu produzieren als 1990.

Die USA wollen ihren Ausstoss bis 2025 zwischen 26 und 28 Prozent im Vergleich zu 2005 reduzieren. Wichtigstes Instrument dafür ist der «Clean Power Plan» von Obama, der letztlich Kohlekraftwerke weiter aus dem Markt drängt.

Wie soll es nach Paris weitergehen?

Zum einen wird bei den jährlichen Weltklimakonferenzen daran gearbeitet, die nationalen Ziele vergleichbar zu machen. Dadurch soll mehr Transparenz entstehen und der Druck so auf Länder steigen, die vergleichsweise wenig leisten. Für 2020 ist vereinbart, dass die Staaten neue Ziele vorlegen.

Denn mit den in Paris hinterlegten kann die Erderwärmung nicht auf zwei Grad begrenzt werden. 2020 müssten also auch die USA nachlegen. Allerdings hatte Trump bereits den «Clean Power Plan» per Dekret aufgeweicht, so dass bezweifelt wird, ob die USA schon ihre alten Ziele schaffen können.

Was sind die anderen Verpflichtungen?

Schon bei der weitgehend gescheiterten Klimakonferenz 2009 wurde vereinbart, dass ein «Green Climate Fund» aufgelegt wird. Im Kern geht es um Solidarität mit den armen Staaten auf der südlichen Halbkugel, die besonders vom Klimawandel betroffen sind. Ab 2020 soll aus öffentlichen und privaten Geldern jedes Jahr eine Summe von 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen, damit diese sich gegen den Klimawandel wappnen können.

2014 hatten die USA zugesichert, drei Milliarden Dollar für die Erstausstattung des Fonds zu geben. Kurz vor Ende seiner Amtszeit überwies Obama zur Empörung Trumps noch 500 Millionen Dollar. Trump hat erklärt, er werde der UN für Klimaschutzprogramme nichts mehr überweisen.

(sda/mbü/jfr)

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