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So wollen Wahl-Kandidaten die Wirtschaft pushen

Andri Silberschmidt und Bastien Girod: Kandidaten stellen Wirtschaftspolitik vor.   ZVG

Die Nationalratswahlen sind für die Schweiz – und besonders die hiesige Wirtschaft – eine wichtige Weichenstellung. Auf handelszeitung.ch stellen Kandidierende ihr Programm exklusiv im Video vor.

Von Gabriel Knupfer
am 09.09.2015

Vor den Wahlen vom 18. Oktober 2015 will handelszeitung.ch von Kandidierenden wissen, wie sie die Schweizer Wirtschaft als Parlamentarier voranbringen würden. Von links bis rechts, von jung bis alt, von gestanden bis neu – alle dürfen sich in einem Video präsentieren.

Ob Zuwanderungspolitik, starker Franken oder Besteuerung: Selten haben Wirtschaftsfragen eine so grosse Rolle gespielt wie bei den eidgenössischen Wahlen 2015. In den Videobotschaften skizzieren die Politiker ihre ökonomischen Pläne für die Schweiz. Neben klaren Voten nach Rechts-Links-Schema gibt es auch kreative und überraschende Ideen jenseits der üblichen Parteilinien.

Rechte wollen schlanken Staat

So möchte etwa Anian Liebrand von der Jungen SVP einen tiefen einheitlichen Mehrwertssteuersatz von 5 Prozent einführen. Ein Anliegen, das auch gewisse Linke unterstützen könnten. Dagegen ist aber klar, dass rechte und bürgerliche Kandidaten weiterhin in erster Linie auf einen schlanken Staat setzen.

«Die Regulierungswut frisst jährlich über 50 Milliarden Franken», sagt etwa Hans Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands und Kandidat der FDP – und fordert wie andere SVP- und FDP-Anwärter weniger Steuern und Gesetze.

Bastien Girod, Kandidat der Grünen für den National- und den Ständerat, hat dazu eine andere Meinung. Es brauche die Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, sagt der Umweltwissenschaftler. «Nur mit tiefen Steuern alleine ist es nicht getan», so Girod. Firmen, die nur wegen der Steuern in die Schweiz kämen, seien schnell wieder weg. Deshalb müsse in Bildung und Lebensqualität investiert werden.

Umstrittene Beziehungen zur EU

Ein grosses Thema der nächsten Legislatur werden die Beziehungen zur Europäischen Union werden. Nicht erst seit der Einwanderungsinitiative der SVP ist die Zukunft der Bilateralen Verträge heiss umstritten. Für SVP-Kandidat Roger Köppel ist klar: «Die Schweiz muss gegenüber Europa unabhängig bleiben», sagt der Weltwoche-Chef. «Der Rahmenvertrag mit der EU darf deshalb auf keinen Fall unterschrieben werden.»

Anders sieht das Christian Wasserfallen von der FDP. Der bilaterale Weg sei die Basis des Erfolgsmodells der Schweiz, glaubt der Berner. «Wir müssen stabile Beziehungen zu Europa haben, ohne aber der EU beizutreten», sagt Wasserfallen und fordert von Politikern aller Couleur «mehr Weitsicht».

Sehen Sie sich hier die Videobotschaften selbst an.

Sie kandidieren? Mitmachen können alle, die bei den Nationalratswahlen auf einer Liste stehen. Und so geht es: Drehen Sie einen kurzen Clip von höchstens 45 Sekunden, in dem Sie Ihr persönliches Wirtschaftsprogramm vorstellen. Versuchen Sie dabei folgende Fragestellung zu beantworten: «Mit welchen konkreten Massnahmen würden Sie als Nationalrat sicherstellen, dass es der Schweiz nach der Legislatur besser geht als heute?»

Für Fragen kontaktieren Sie: gabriel.knupfer(at)handelszeitung.ch

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