Sylvia Scalabrino, Informationschefin von Bundesrätin Simonetta Sommaruga, nimmt nach gut einem Jahr schon wieder den Hut. Sie verlässt das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) Ende Oktober 2013 auf eigenen Wunsch.

Grund dafür seien «trotz guter Zusammenarbeit unterschiedliche Vorstellungen über Fragen der Organisation und der Ressourcen», heisst es in einer Mitteilung des EJPD. Auf Anfrage wollte sich Scalabrino nicht weiter zu den Hintergründen äussern.

Hohe Belastung und ständige Erreichbarkeit

Die Informationschefin ist nicht der einzige gewichtige Abgang, den Sommaruga in letzter Zeit hinnehmen musste. Schon Scalabrinos Vorgängerin Christine Stähli blieb kaum zwei Jahre. Auch Michael Leupold, Direktor des Bundesamts für Justiz, sowie Marc Gebhard von der Kommunikationsabteilung müssen ersetzt werden.

Verschiedene Zeitungen hatten gemutmasst, dass die hohe Belastung und die ständige Erreichbarkeit für die vielen Abgänge verantwortlich seien. Die Begründung von Scalabrinos Kündigung bestätigt dies zumindest teilweise.

Scalabrino war bis zu ihrem Stellenantritt im EJPD stellvertretende SRF-Chefredaktorin und zuvor in unterschiedlichen Funktionen in verschiedenen Schweizer Medien tätig gewesen. Wohin es sie nun zieht, ist unklar. Sie sei offen für neue Aufgaben, sagte sie. Der Informationsdienst wird interimistisch von Scalabrinos Stellvertreter Guido Balmer geleitet.

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(jev/chb/sda)