SP-Präsident Christian Levrat, Hauptredner der 1.-Mai-Schlusskundgebung auf dem Zürcher Sechseläutenplatz, sieht in der Schweiz wesentliche Errungenschaften durch «rückschrittliche und reaktionäre» Kräfte bedroht. Dieser Bedrohung hat er den Kampf angesagt.

Levrat beobachtet in der Schweiz eine «Renaissance von Machotum und Autoritarismus». Diese führe zu einer Absage an die humanitäre Tradition der Schweiz, zu einer Rückkehr des Saisonnierstatuts und sie bringe die Schweiz in Europa in eine «selbstmörderische politische Isolation». Das dürfe nicht sein.

Errungenschaften der letzten Jahrzehnte verteidigen

Deshalb müsse diese «rückschrittliche Schweiz» bekämpft werden. Dazu fähig seien jedoch einzig die Kräfte der Linken in Politik, Gewerkschaften und Verbänden. Nur sie hätten die Kraft und die Einsicht, die es braucht, «um dieser reaktionären Schweiz eine Schweiz der Solidarität, der Gerechtigkeit, eine Schweiz für alle statt für wenige entgegenzusetzen», sagte Levrat weiter.

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Es sei wichtig, die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte zu verteidigen. Dazu gehörten etwa der Service public, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die AHV.

Aber auch für die Fortschritte von morgen müsse man kämpfen "mit wachem Geist und Entschlossenheit". Als Beispiele nannte Levrat etwa den Mindestlohn sowie eine ökologisch verträgliche Wirtschaftsentwicklung.

(sda/chb)