S&P hat Konsequenzen aus den politischen Grabenkämpfen in Ägypten gezogen und die Bonität des Landes um eine Stufe auf «B-» gesenkt. Zugleich kündigte die Ratingagentur an, es seien weitere Herabstufungen möglich, sollten die Unruhen zunehmen und sich negativ auf die Wirtschaft auswirken.

Dabei führten die Bonitätswächter einen Rückgang der ausländischen Währungsreserven an. Die ägyptische Bevölkerung hat am Wochenende inoffiziellen Hochrechnungen zufolge die umstrittene, islamistisch geprägte Verfassung angenommen. Damit feierte Präsident Mohammed Mursi einen Pyrrhus-Sieg.

Regierungsgegner kündigten umgehend weitere Proteste an. Ägyptische Richter erklärten am Montag, den Vorwürfen von Unregelmässigkeiten bei der Abstimmung über das Referendum durch Oppositionelle nachzugehen.

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(rcv/sda)