Die Geschäftsleitung der SP Schweiz hat beschlossen, das Referendum gegen die Totalliberalisierung der Öffnungszeiten für Tankstellenshops zu unterstützen. Die SP wird sich an der Unterschriftensammlung beteiligen.

Die SP-Geschäftsleitung sei klar der Ansicht, dass es «kein Menschenrecht auf ein 24-Stunden-Shopping gibt» Es gebe aber ein Recht auf gute und faire Arbeitsbedingungen für alle, wird SP-Präsident Christian Levrat in einer Medienmitteilung zitiert.

Das Gesetz, wie es die bürgerliche Mehrheit im Parlament beschlossen habe, trete die Interessen der Arbeitnehmenden mit Füssen. «Es widerläuft allen Errungenschaften des Angestelltenschutzes, welche in den letzten Jahrzehnten erreicht wurden.»

Es dürfe nicht sein, dass die Güterabwägung zwischen den Anliegen der Shopbetreiber, den Bedürfnissen der Gesellschaft und den Interessen der Angestellten derart einseitig und nur zu Lasten der Belegschaft ausfalle, heisst es im SP-Communiqué weiter.

Deshalb unterstützt die SP das von den Gewerkschaften beschlossene Referendum. Die Gegner der 24-Stunden-Öffnungszeiten für Tankstellen sind überzeugt, dass dieser Schritt zwangsläufig zur generellen Einführung des 24-Stunden-Arbeitstages im Detailhandel führen wird.

(tke/chb/sda)