Die Schaffung einer «Bad Bank» in Spanien wird für eine Reihe von Geldhäusern Verluste zur Folge haben. Dies räumte Wirtschaftsminister Luis de Guindos im Madrider Parlament ein. Die geplante Gesellschaft zur Abwicklung fauler Kredite werde von den Banken Immobilienbesitz zu «sehr konservativen Marktpreisen» erwerben.

Die dadurch entstehenden Verluste bedeuteten aber keine zusätzlichen Probleme für den spanischen Bankensektor. Die Geldhäuser seien durch die Kapitalzuschüsse abgesichert, die die Europäische Union Spanien zugesagt habe.

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Die EU hatte Madrid für die Sanierung maroder Banken bis zu 100 Milliarden Euro zugesichert. Nach einem Stresstest der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman wird Spanien im ungünstigsten Fall bis zu 59 Milliarden Euro benötigen.

Mindestens 55 Prozent Privatkapital

Die Schaffung einer «Bad Bank» ist das Kernstück einer Finanzreform der spanischen Regierung. Die Gesellschaft soll Anfang Dezember ihre Tätigkeit aufnehmen.

Sie werde sich mehrheitlich im Besitz privater Kapitaleigner befinden, teilte der Minister mit. Mindestens 55 Prozent des Kapitals werde von Banken, Versicherungsgesellschaften und anderen Investoren stammen.

(aho/tke/awp)