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Spannende Ersatzwahl in Zürcher Stadtrat

Marco Camin (FDP) oder Richard Wolff (AL, rechts): Einer der beiden wird heute neuer Stadtrat. (Bild: Keystone)

In einer Ersatzwahl bestimmt Zürich einen neuen Stadtrat. Der Posten wird unter FDP und AL ausgemacht.

Veröffentlicht am 21.04.2013

Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich wählen am heutigen Sonntag den Nachfolger des zurücktretenden Stadtrats Martin Vollenwyder (FDP). Die Ausgangslage ist spannend: Zwei Kandidaten haben praktisch die gleichen Erfolgschancen, der Dritte ist chancenlos.

Die FDP will ihren Sitz mit Marco Camin verteidigen. Sein Konkurrent ist der Kandidat der AL, Richard Wolff. Als dritter kandidiert der parteilose Toni Stadelmann. Nicht mehr im Rennen ist im heutigen zweiten Wahlgang der Kandidat der Grünliberalen, Daniel Hodel.

Nach dem ersten Wahlgang vom 3. März lagen Camin und Wolff beinahe gleichauf. Camin verfehlte mit 24'184 Stimmen das absolute Mehr um gut 6500 Stimmen. Ihm dicht auf den Fersen war Richard Wolff mit 22'050 Stimmen. Hodel von der GLP kam auf 12'185 Stimmen. Gerade mal 538 Personen schrieben den Namen von Toni Stadelmann auf den Wahlzettel.

Ob die Stimmbeteiligung an die 34,6 Prozent im ersten Wahlgang heranreicht, ist fraglich. Die briefliche Abstimmung erbrachte bis Freitag erst 25 Prozent. Unsicher ist auch, ob wiederum so viele Stimmberechtigte sich nicht auf einen Kandidaten festlegen können und leer einlegen. Im ersten Wahlgang waren von insgesamt 76'353 eingegangenen Stimmzetteln 13'675 leer - fast 18 Prozent.

Die Ersatzwahl ist notwendig, weil Martin Vollenwyder nach elf Amtsjahren im Mai zurücktritt - ein Jahr vor Ablauf der Legislatur. Heute setzt sich der Zürcher Stadtrat (einschliesslich Vollenwyder) zusammen aus vier Vertretern der SP, je zwei von FDP und Grünen sowie einem der CVP.

(chb/sda)

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