Die Schweiz orientiert sich an der internationalen Norm des Informationsaustausches auf Anfrage und nicht am automatischen Informationsaustausch. Dies bekräftigte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

Die Bundesrätin verwies auf die Expertengruppe rund um Wirtschaftsprofessor Aymo Brunetti zur Weiterentwicklung der Weissgeldstrategie. Die Expertengruppe soll ihren Bericht bis im Sommer vorlegen. Dabei sei es wichtig, über Varianten nachzudenken, sagte Widmer-Schlumpf weiter.

Solange die amerikanischen und asiatischen Finanzplätze den automatischen Informationsaustausch ablehnten, könne sich dieses Modell nicht als internationaler Standard durchsetzen. «Es ist aber vorstellbar, dass verschiedene Standards koexistieren».

Verschiedene Standards

Die Schweiz wolle sich im Rahmen der OECD und des G20-Treffens von nächster Woche in Washington aktiv dafür einsetzen, «dass die Spielregeln für alle gleich sind.» Die Enthüllungen rund um die Offshore-Leaks hätten gezeigt, dass zahlreiche Finanzplätze sich nicht an internationale Standards hielten.

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Es genüge nicht, diese Normen in die Gesetzgebung aufzunehmen, sie müssten auch angewendet werden, erklärte Widmer-Schlumpf. Es stehe ausser Frage, dass gewisse Länder davon dispensiert würden.

(rcv/sda)