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Eklat
Spitzen-Republikaner Ryan distanziert sich von Trump

Paul Ryan: Die Nase voll von Trumps Eskapaden. Keystone

Bis zur Wahl am 8. November will der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses Paul Ryan mit Donald Trump nichts mehr zu tun haben. Das ist die Quittung für Trumps letzte Peinlichkeit.

Veröffentlicht am 10.10.2016

Nach der Veröffentlichung eines Videos mit frauenfeindlichen Äusserungen von US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich auch der einflussreiche Republikaner Paul Ryan vom Kandidaten seiner eigenen Partei distanziert.

Bis zur Wahl am 8. November werde er Trump weder verteidigen noch gemeinsam mit ihm auftreten, erklärte der Präsident des Repräsentantenhauses bei einer Telefonkonferenz mit Parteikollegen. Stattdessen konzentriere er sich darauf, die Mehrheit der Republikaner in beiden Kammern des Parlamentes zu sichern. Sollte die Demokratin Hillary Clinton gewinnen, dürfe nicht auch der Kongress an ihre Partei fallen, sagte Ryan Teilnehmern zufolge. Andernfalls erhielte sie einen «Blankoscheck».

Vulgäres Video

In der vergangenen Woche war ein Video aus dem Jahr 2005 aufgetaucht, in dem Trump sexistisch und vulgär über Frauen spricht. Die Äusserungen sorgten auch in der eigenen Partei für Entsetzen. Viele Republikaner fürchten, dass der Immobilienmilliardär die Erfolgschancen vieler Abgeordneter schmälert. Am 8. November werden auch das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats gewählt. Dazu kommen Abstimmungen in den einzelnen Bundesstaaten und Kommunen. Trump hatte am Wochenende wegen seiner Bemerkungen um Entschuldigung gebeten.

(reuters/chb)

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