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Energie
St. Gallen: Kommt nach Geothermie nun Erdgas?

Bohrkopf: Das Geothermie-Projekt im Sittertobel wurde definitiv beendet.   Keystone

Ein Erdbeben stoppte 2013 das Geothermie-Projekt im Sittertobel, diese Woche das definitive Aus. Nun geht aber ein Gerangel um das bisher unerwünschte Erdgas los – auch unter privaten Investoren.

Veröffentlicht am 17.05.2014

Diese Woche gab die Stadt St. Gallen das Ende der Geothermie-Pläne bekannt. Sie will laut Bericht der «Ostschweiz am Sonntag» aber prüfen, ob eine Erdgas-Förderung möglich ist. Das Gas sei bislang «unerwünscht» gewesen, so der Bericht – es war Mitverursacher des Bebens, welches schliesslich zum Abbruch des Projekts geführt hat.

«Inzwischen könnte es zum Glücksfall werden – dann nämlich, wenn sich dessen Vorkommen als derart gross herausstellt, dass sich eine Förderung lohnt», heisst es. Die Verantwortlichen sprechen von einer «berechtigten Aussicht auf eine abbauwürdige Menge». Die nötigen Aufschlüsse könnte ein Langzeittest liefern.

Stadt entscheidet sich im Spätsommer

Der Stadtrat entscheidet im Spätsommer, ob er einen mehrmonatigen Test unterstützt. Falls er sich dagegen und damit gegen die Förderung von Erdgas ausspricht, gibt es bereits Interessenten, die das St.Galler Gas nutzen wollen. Marco Huwiler, Leiter Geothermie bei den Stadtwerken bestätigt gegenüber der «Ostschweiz am Sonntag», dass aus dem In- und Ausland erste Anfragen an die Stadtwerke gelangt sind.

Die jährlichen Erträge aus der Gasnutzung werden laut Bericht auf 3 bis 18 Millionen Franken geschätzt. Die grosse Spannweite ergäbe sich aus der Ungewissheit über das tatsächliche Gasvorkommen. «Die Produktionsrate lässt sich aufgrund der heutigen Daten nicht fundiert abschätzen», sagt Marco Huwiler.

(vst)

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