Die chinesische Regierung will mit zusätzlichen staatlichen Massnahmen einen weiteren Einbruch am Aktienmarkt verhindern. Man werde die Börse mit Zukäufen stabilisieren, teilte der Marktregulierer des Landes am Montagabend mit. Gerüchte, wonach man sich dort zurückziehe, seien falsch. Zudem werde man verstärkt gegen Marktteilnehmer vorgehen, die «bösartig Leerverkäufe auf Aktien» vornähmen und damit auf fallende Kurse setzten.

Schon jetzt liegen Börsengänge in China auf Eis, bei etwa 40 Prozent der börsennotierten Firmen ist der Handel mit deren Aktien ausgesetzt. Das verhinderte zu Wochenbeginn den grössten Kurssturz seit mehr als acht Jahren allerdings nicht.

Leitindizes brachen um 8,5 Prozent ein

Die Leitindizes der wichtigen Börsen in Shanghai und Shenzhen brachen um je 8,5 Prozent ein. Der Ausverkauf, der in der zweiten Junihälfte begonnen hatte, scheint sich damit trotz massiver Gegenmassnahmen der Regierung fortzusetzen.

Gut 1500 Aktien - zwei Drittel aller Werte - stürzten um die täglich maximal möglichen zehn Prozent ab. Dazu gehörten auch die Aktienkurse von Schwergewichten wie der Mobilfunker China Unicom, Bank of Communications oder der Ölkonzern PetroChina.

SMI leidet unter Chinas Absturz

In den Abwärtsstrudel gerieten am Montag auch andere Börsen in Asien und der Region Asien/Pazifik. In Europa ging es für Dax und EuroStoxx50 jeweils zwei Prozent auf 11’105 beziehungsweise 3533 Punkte abwärts. Auch die Schweizer Börse bewegte sich auf tiefem Niveau und fiel über den Tag: Der wichtigste Schweizer Index SMI verlor bis Börsenschluss knapp 1,4 Prozent auf 9195 Punkte.

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(sda/moh)