Das Land Hamburg ist von Steuerdaten-CDs aus der Schweiz begeistert - die Norddeutschen setzen sich ins Boot mit Nordrhein-Westfalen, berichten deutsche Medien.

Sollte es tatsächlich zum Erwerb einer weiteren CD kommen, «wird sich Hamburg auch daran beteiligen», sagte Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD) dem «Hamburger Abendblatt».

Jeden Tag eine Selbstanzeige

«Wir haben kein Interesse daran, Straftäter entkommen zu lassen.» Hamburg hat sich dem Bericht zufolge bereits 2008 mit 157'000 Euro am Ankauf von Steuerdaten-CDs beteiligt. Dies habe sich als einträgliches Geschäft erwiesen. Derzeit gehe im Schnitt jeden Tag eine Selbstanzeige von Steuerhinterziehern bei den Hamburger Behörden ein.

Die Erträge in Hamburg übetrafen in der Vergangenheit die Kosten des Ankaufs bei weitem. Seit dem Ankauf der CD mit Kundendaten der Schweizer Grossbank Credit Suisse gingen in Hamburg 799 Selbstanzeigen ein.

Das nachzuversteuernde Vermögen betrug etwa 309 Millionen Euro. Davon erhielt der Staat etwa ein Drittel an Steuern.

(chb)