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Steuer-CD führt Fahnder zu massivem Steuerbetrug

Die CD enthielt Angaben zu rund 750 Stiftungen und 550 Fällen sonstiger Kapitalanlagen. (Bild: Keystone)

Der jüngste Kauf einer Steuer-CD aus der Schweiz scheint sich für Nordrhein-Westfalen definitiv gelohnt zu haben: Das Ausmass an Steuerbetrügereien von deutschen UBS-Kunden ist noch weit grösser als b

Veröffentlicht am 04.12.2012

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat bei der Auswertung einer angekauften Steuersünder-CD mit Daten deutscher Kunden der Grossbank UBS erneut massive Betrügereien aufgedeckt.

Obwohl bislang erst 115 der auf dem Datenträger gespeicherten 1300 Fälle gründlich untersucht wurden, summieren sich die entdeckten Steuerhinterziehungen auf rund 204 Millionen Euro, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte. Er bestätigte damit einen Berichte der Zeitung «Tages-Anzeiger» sowie einen Artikel der «Süddeutschen Zeitung» vom Dienstag.

Insgesamt enthält die CD demnach Angaben zu rund 750 Stiftungen und 550 Fällen sonstiger Kapitalanlagen mit einem Anlagevolumen von mehr als 2,9 Milliarden Euro.

Bisher 115 Stiftungsfälle untersucht

Davon waren in den vergangenen Wochen rund 115 Stiftungsfälle untersucht worden. Dabei gab es Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Die betroffenen Personen hätten bis auf wenige Ausnahmen den vorgeworfenen Sachverhalt eingeräumt und bereits Abschlagszahlungen in Höhe von etwa 20 Millionen Euro auf die zu erwartenden Steuernachforderungen geleistet oder in Aussicht gestellt, berichtete die Staatsanwaltschaft.

Im Rahmen der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben auch der Frage nach, ob und inwieweit Mitarbeiter der UBS den deutschen Kunden Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisteten.

(rcv/tke/sda)

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