Nach Deutschland ist die Schweiz im Steuerstreit auch Grossbritannien entgegengekommen. Der Bund hat der Forderung der Briten entsprochen und das Steuerabkommen nachgebessert.

Die beiden Vertragsparteien hätten die Steuersätze im britischen Abkommen angepasst, teilte das Finanzdepartement (EFD) am Freitag mit. Die Steuersätze seien an jene im deutschen Abkommen angeglichen worden.

Der Minimalsteuersatz für die Regularisierung der unversteuerten britischen Gelder auf Schweizer Konten beträgt damit 21 Prozent. Zunächst war ein Satz von 19 Prozent ausgehandelt worden. Der Maximalsteuersatz beträgt neu 41 statt 34 Prozent.

Nicht von dieser Änderung betroffen sind die in Grossbritannien wohnhaften, aber nicht ansässigen so genannten «Non-UK domiciled individuals». Für sie gilt ein Einheitssatz von 34 Prozent.

Grossbritannien hatte die so genannte Meistbegünstigungsklausel angerufen. Dank dieser Klausel konnte das Land eine Angleichung an die besten Vertragsbedingungen verlangen, welche die Schweiz mit einem Staat ausgehandelt hat.

Weiter hat der Bundesrat die Botschaft zum Steuerabkommen mit Österreich zuhanden des Parlaments verabschiedet. Es soll wie die Abkommen mit Deutschland und Grossbritannien im Juni vom Parlament beraten werden und am 1. Januar in Kraft treten.

(vst/chb/sda)