Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und Österreich über ein Steuerabkommen stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Am Freitag findet in Bern ein Treffen zwischen der Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD), Eveline Widmer-Schlumpf, und ihrer österreichischen Amtskollegin Maria Fekter statt.

Laut der österreichischen Nachrichtenagentur Apa erteilte der Ministerrat in Wien den zuständigen Beamten des Finanzministeriums eine Verhandlungsvollmacht. Dem EFD hatte der Bundesrat bereits vor rund einer Woche ein formelles Mandat für die Verhandlungen mit Österreich (und Griechenland) erteilt.

Laut dem österreichischen Vizekanzler Michael Spindelegger möchte Österreich gemeinsam mit der Gruppe Grossbritannien und Deutschland ein Abkommen über in der Schweiz gebunkertes österreichisches Vermögen erreichen.

Noch unbekannt sind die genauen Sätze, mit denen diese Gelder nachträglich besteuert werden sollen. Für Deutschland wurde ein Maximalwert von 41 Prozent vorgesehen. Jener für Österreich dürfte dem Vernehmen nach einige Prozentpunkte darunter liegen.

Die österreichische Regierung zieht ein bilaterales Steuerabkommen mit der Schweiz einer EU-weiten Einigung vor und blockiert diese zusammen mit Luxemburg. Vom Abkommen erhofft sie sich für das Jahr 2013 Einnahmen von rund einer Milliarde Euro.

Anzeige

(laf/tno/sda)