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Vertrag
Steuerabkommen Schweiz – Italien ist unterschrieben

Finanzministerium in Rom: Abkommen mit der Schweiz.  Keystone

Die Schweiz und Italien haben am Montagnachmittag das Doppelbesteuerungsabkommen sowie eine Roadmap für die Weiterführung des Finanz- und Steuerdialogs unterzeichnet.

Veröffentlicht am 23.02.2015

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf sprach von einem bedeutenden Tag für die bilateralen Beziehungen der Schweiz mit Italien. Die beiden Länder wollen mit dem neuen Abkommen die Regularisierung von unversteuerten Geldern erleichtern, bevor der automatische Informationsaustausch 2017 in Kraft tritt. Die beiden Länder hatten eine Einigung bereits Ende Dezember paraphrasiert - im Januar teilte sie dann Staatssekretär Jacques de Watteville der Öffentlichkeit mit.

Die Roadmap biete eine klare Richtschnur für die Schweiz, um künftig in Steuerfragen nicht mehr auf einer schwarzen Liste Italiens zu stehen, sagte Bundesrätin Widmer-Schlumpf. Die neue Besteuerung italienischer Grenzgänger werde dem Kanton Tessin «erhebliche Erleichterung verschaffen», sagte Widmer-Schlumpf im Anschluss an die Unterzeichnung.

Bald kommt Liechtenstein an die Reihe

Der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan stellte die historische Bedeutung des Abkommens heraus: «Vor der Finanzkrise war eine solche Übereinkunft zwischen unseren Ländern noch undenkbar». Italien werde ein ähnliches Abkommen am 26. Februar auch mit dem Fürstentum Liechtenstein unterzeichnen. Das in Italien verabschiedete Voluntary Disclosure schaffe neue Transparenz für die gesamte internationale Finanzwelt, sagte Padoan.(s

(sda/se)

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