Mit Bitcoin handeln oder in andere Coins legal investieren ist das eine. Die daraus entstandenen Gewinne nicht zu versteuern, das andere. Kein Kryptohändler spricht gerne darüber.

Lange war Steuerhinterziehung kein Thema, weil Schlimmeres wie Lösegelder und Terrorfinanzierung im Fokus standen.Doch mit dem massiven Wertzuwachs der Kryptowerte sind Steuerbehörden auf dem Plan gerufen worden.

Die US-Bundessteuerbehörde IRS hat schon 2016 den Fall der Plattform Coinbase aufgegriffen, weil diese Steuerhinterzieher deckte. Die Deutschen haben Auskunft über Kryptohändler verlangt. Und die EU arbeitet daran, Nutzer- und Transaktionsdaten von Kryptobörsen zu erhalten, um Zocker zur Rechenschaft zu ziehen.

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Ein blinder Fleck der Steuerbehörden

Der Staat hat heute kaum Möglichkeiten, Steuerhinterzieher unter den Kryptohändlern aufzugreifen. Die Banken ärgern sich: Sie müssen ihre Kunden auf Geldwäsche hin durchleuchten. Die Recherche.

Und die Schweizer Steuerämter? Sie haben keine Zahlen zur Steuerhinterziehung per Krypto und keine Experten. Und es gebe kein Problem und auch keinen Handlungsbedarf, sagen sie. So naiv darf man hierzulande sein. Derweil wiegen sich Zocker in Sicherheit. Die Gelackmeierten sind alle anderen.

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