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Fumano.com
Strafverfahren wegen «Facebook für Neonazis»

Fumano.com: Mit idyllischem Bild wird der Besucher auf der Homepage empfangen. (Bild: Screenshot)

Ein Ostschweizer aus Hundwil soll ein mutmassliches Netzwerk für Rechtsradikale betreiben – jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft von Appenzell Ausserrhoden.

Veröffentlicht am 25.07.2013

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden hat ein Strafverfahren gegen einen Betreiber eines mutmasslichen Netzwerks für Rechtsradikale eröffnet. Laut der Zeitschrift «Beobachter» ist das soziale Netzwerk namens «Fumano.com» das «Facebook für Neonazis».

Betreiber der Seite sei ein Schweizer aus Hundwil AR, schreibt der «Beobachter» in einer Medienmitteilung. Christian Bötschi, leitender Staatsanwalt von Appenzell Ausserrhoden, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass gegen den Mann ein Strafverfahren eröffnet worden ist.

Laut einem Artikel in der neusten Ausgabe des «Beobachters» tummeln sich im sozialen Netzwerk vor allem Deutsche. Viele von ihnen sollen sich damit brüsten, dass sie wegen rassistischer Inhalte auf Facebook gesperrt wurden. Die Inhalte auf Fumano.com seien meist nationalistisch, oft antisemitisch, rassistisch und EU-feindlich.

Der Betreiber der Seite hatte gegenüber dem «Beobachter» angegeben, Fumano halte sich an die Gesetze. Über den Fall hatte im April auch die Pendlerzeitung «20 Minuten» berichtet.

(vst/sda)

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