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Proteste
Strassenkämpfe für Pressefreiheit in Venezuela

Venezuela: Jugendliche liefern sich mit der Polizei Strassenschlachten. Keystone

Bei einer Demonstration für die Pressefreiheit in Venezuela ist es zu Zusammenstössen mit der Polizei gekommen. Vermummte Jugendliche blockierten eine Autobahn durch die Hauptstadt Caracas.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Während einer Demonstration für die Pressefreiheit in Venezuela ist es zu Zusammenstössen mit der Polizei gekommen. Vermummte Jugendliche blockierten eine Autobahn durch die Hauptstadt Caracas mit Lastwagen und Barrikaden und setzten sie in Brand.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Kundgebung aufzulösen. Die Demonstranten antworteten mit Wurfgeschossen und Molotow-Cocktails. Anlass für die Demonstration war die Schliessung des regierungskritischen Fernsehsenders RCTV vor zehn Jahren.

Schwere Wirtschaftskrise

Der damalige Präsident Hugo Chávez rief stattdessen den neuen Staatssender TVES ins Leben. Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro erklärte, TVES stehe seit zehn Jahren für «humanistisches Fernsehen».

Die Opposition in Venezuela kämpft seit Monaten für eine Volksabstimmung über eine Amtsenthebung Maduros. Sie macht ihn für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat. Bei den Protesten wurden bisher 58 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

(sda/chb)

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