Argentinien hat im Streit mit US-Investoren seine Zahlungsbereitschaft bekräftigt. Das südamerikanische Land sei bereit, unter «gerechten, ausgewogenen und legalen Bedingungen» allen Gläubigern zu zahlen, heisst es in einer Regierungserklärung, die am Sonntag in Buenos Aires bekanntgegeben wurde und auch in mehreren US-Medien veröffentlicht wurde.

Das Land liegt im Zwist mit Hedgefonds, die an einem früheren Schuldenschnitt nicht teilgenommen hatten und auf die volle Auszahlung ihres Kapitals pochen. Dies wiederum würde andere Gläubiger Argentiniens verärgern. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass das südamerikanische Land Zahlungen nicht leistet und damit den Staatsbankrott in Kauf nimmt. Es gilt zunächst eine Frist bis zum Montag, die aber wohl noch um 30 Tage verlängert wird.

Signalwirkung für andere verschuldete Staaten

Der Fall könnte auch Auswirkungen auf andere hoch verschuldete Staaten haben, daher beobachten weltweit Regierungen den seit Jahren andauernden Rechtsstreit mit Argusaugen.

Am Montag soll die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington über das Thema debattieren.

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(sda/moh)