Im Schweizer Gesundheitswesen liesse sich viel Geld sparen, wenn Prozesse digitalisiert würden und weniger Papier zum Einsatz käme. Das ist das Resultat einer Studie, die von PwC im Auftrag von Swisscom erstellt wurde. Swisscom will im Gesundheitswesen wachsen.

Allein durch die Digitalisierung der Kommunikation zwischen Ärzten und Spitälern könnten 90 Prozent der Prozesskosten eingespart werden, teilt Swisscom vom Dienstag mit. Konkret wurde der Überweisungsprozess vom Haus- oder Facharzt ans Spital sowie der abschliessende Versand der Austrittsberichte in zwei Spitälern sowie bei Ärzten unter die Lupe genommen. Fax und Brief seien nach wie vor die üblichen Kommunikationsmittel, heisst es dazu.

Swisscom plant den Einstieg

Die von PwC durchgeführte Hochrechnung zeigt laut der Mitteilung, dass allein durch die Anpassung dieser beiden Prozesse jedes Jahr Kosten in der Höhe von 81 bis 139 Millionen Franken eingespart werden könnten. Insgesamt sei das Einsparpotenzial durch eine Digitalisierung im Schweizer Gesundheitswesen noch weitaus höher.

Das Gesundheitswesen ist neben dem Banking sowie dem Energiesektor einer von drei Märkten, den die Swisscom ausserhalb des klassischen Telekombereichs bearbeiten will, wie das Unternehmen früher mitteilte. Als ein Instrument dafür lancierte der Telekomkonzern ein elektronisches Gesundheitsdossier.

(awp/gku)