Die Volksinitiative «Rettet unser Schweizer Gold» aus SVP-Kreisen steht kurz vor dem Ziel: Ulrich Schlüer, Co-Präsident des Initiativkomitees, bestätigte gegenüber «20 Minuten Online», dass gut einen Monat vor Ablauf der Sammelfrist mehr als 100'000 Unterschriften beisammen sind.

Die Schlussfolgerung der Nachrichtenseite, dass  damit nun das Volk über die Initiative entscheiden wird, will Lukas Reimann, SVP-Nationalrat und ebenfalls Co-Präsident des Initiativkomitees, auf Nachfrage von «Handelszeitung Online» aber so nicht stehen lassen: «Es stimmt, dass wir mehr als 100'000 Unterschriften gesammelt haben, aber die sind noch lange nicht alle beglaubigt.» 

Vor etwa zwei Wochen seien die ersten Unterschriften zur Beglaubigung an die Gemeinden verschickt worden, aber viel zurückgekommen sei bisher noch nicht, so Reimann. «Wir müssen in den kommenden Wochen dranbleiben», sagt der SVP-Mann. «Aber die Chancen, dass die Intiative zustande kommt, sind sehr gut.» 

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Gold soll in die Schweiz zurück

Ende Januar hatten die Initianten noch Mühe bei der Unterschriftensammlung bekundet, da ungültige Zweitunterschriften die Initiative zurückwarfen.

Die Gold-Initiative fordert von der Schweizerischen Nationalbank (SNB), alles Gold, das im Ausland lagert, in die Schweiz zurückzuholen. Ausserdem soll sie künftig kein Gold mehr verkaufen dürfen und mindestens ein Fünftel ihrer Aktiven in Gold halten müssen. Die SNB will die Initiative nicht kommentieren.

Ebenso schweigt die Nationalbank traditionell dazu, wo ihre Goldbestände im Ausland lagern. Auch dass Deutschland Teile seiner Goldreserven aus dem Ausland zurückholt und die Standort-Länder offenlegte, führte in der Schweiz zu keinem Kurswechsel.

(tno/aho)

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