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Affäre
SVP Tessin schmeisst «Neger»-Tippser raus

SVP Tessin: Nicht mehr so richtig glücklich mit dem Pressesprecher. Keystone

Die Tessiner SVP hat sich von ihrem Mediensprecher getrennt. Der Mann hatte auf Facebook rassistische Kommentare zu Afrika gepostet.

Veröffentlicht am 02.09.2015

Die SVP Tessin hat sich von ihrem Medienbeauftragten Corrado Galimberti getrennt. Der Mann hatte auf Facebook rassistische Kommentare zu Afrika gepostet. Schon am Montag ging die SVP Kantonalpartei auf Distanz zu Galimberti. Gegenüber dem Tessiner Radio bestätigte die Trennung.

Der Vorstand habe vor dem Entscheid den Betroffenen angehört, teilte die Tessiner SVP mit. Nach einer internen Besprechung sei die Trennung vom Medienbeauftragten beschlossen worden.

«Neger sollten alle verhungern»

Die Partei teile die rassistischen Ansichten von Galimberti in keiner Art und Weise. Eine derartige Stellungnahme von einem Funktionsträger der Partei sei nicht tolerierbar. Extremisten, welche die Regeln der Demokratie nicht beachteten, würden von der SVP nicht akzeptiert, heisst es.

Galimberti hatte am Samstag auf Facebook einige seiner Überlegungen zu Afrika gepostet. «Die 'Neger' vermehren sich haufenweise ... sie sollten alle verhungern», liess er verlauten. Er reagierte damit auf die Erklärung einer Nichtregierungsorganisation, die mitgeteilt hatte, dass die Empfängnisverhütung in Uganda wenig verbreitet sei, und die Bevölkerung wachse. Nach der Welle der Entrüstung modifizierte er den Eintrag leicht.

(sda/chb)

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