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Politik

Swiss-Life-Chef ruft nach dem Rentenalter 70

Der Konzernchef von Swiss Life, Bruno Pfister, bringt einen brisanten Vorschlag ins Spiel. (Bild: Keystone)

Radikale Forderung des Swiss-Life-Chefs: Ginge es nach dem Willen von Bruno Pfister, so würde das Pensionsalter auf 70 angehoben.

Veröffentlicht am 10.05.2012

Drastische Massnahmen schlägt Swiss-Life-Konzernchef Bruno Pfister vor, um das Rentensystem der zunehmenden Alterung der Bevölkerung anzupassen: Versicherte sollen 45 Jahre in die 2. Säule einzahlen. Das würde für Akademiker Rentenalter 70 bedeuten.

Derzeit leisten Versicherte rund 40 Jahre Einzahlungen in die Pensionskasse. Pfister schlägt vor, die Einzahlungsdauer um fünf Jahre zu verlängern, wie der Swiss-Life-Konzernchef in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» sagte. Die obligatorische Einzahlung von 45 Jahren in die Pensionskasse solle für Männer und Frauen gelten. Ein Akademiker, der nach dem Studium mit 25 Jahren ins Berufsleben eintritt, würde demnach mit 70 Jahren pensioniert. Arbeiter, die mit 18 Jahren ihre Arbeit aufnehmen, könnten mit 63 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Neben der Verlängerung der Einzahlungsdauer in die Pensionskasse schlägt Pfister weitere Massnahmen vor, um die Ziele zu erreichen. So sollten Angestellte zum Beispiel nicht ermuntert werden, frühzeitig in Pension zu gehen. Die derzeit ausbezahlten Renten seien zu hoch. Die Löhne sollten im Alter von 50 bis 55 Jahren ihren Höhepunkt erreichen und dann wieder sinken.

(muv/chb/sda)

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