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«Swissleaks»: Ständerat fordert Aussprache

HSBC: Der Genfer Ableger der britischen Bank hat für Empörung gesorgt. Keystone

Der Ständerat fordert eine Aussprache mit der Finma. Er will wissen, ob die Aufsichtsbehörde im Fall HSBC versagt hat – und ob noch tiefer gegraben werden muss.

Veröffentlicht am 19.02.2015

Nach den Enthüllungen um die Schweizer Tochter der britischen Grossbank HSBC will die Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK) mit der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) eine Aussprache zur Aufsicht über diese Bank führen. Dies teilte die GPK am Freitag mit.

Sie wolle sich aus erster Hand über die Sachlage informieren lassen, um beurteilen zu können, ob ein Handlungsbedarf seitens der parlamentarischen Oberaufsicht bestehe, schreibt die GPK in einer Mitteilung.

Hilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäscherei

In den vergangenen Tagen waren in verschiedenen Medien Enthüllungen des internationalen Recherchenetzwerks ICIJ veröffentlicht worden. Die Journalisten stützen sich auf Daten zu mehr als 100'000 Kunden, die 2007 vom HSBC-Angestellten Hervé Falciani gestohlen worden waren. In den Berichten wurde der Schweizer Tochter der HSBC vorgeworfen, Wohlhabenden aus aller Welt bei Steuerhinterziehung und Geldwäscherei geholfen zu haben, darunter Waffenhändlern und Diktatoren.

Am Sonntag entschuldigte sich die HSBC in den britischen Zeitungen mit ganzseitigen Anzeigen für die Geschäftspraxis der Schweizer Tochter entschuldigt. Sie betonte zugleich, dass die Mehrheit der 140 in den Medienberichten genannten Personen mittlerweile nicht mehr Kunden bei der Bank seien.

Strafverfahren eröffnet

Die HSBC Private Bank (Suisse) SA teilte am Mittwoch mit, sie habe nach dem Datendiebstahl kontinuierlich mit den Schweizer Behörden zusammengearbeitet. Die Genfer Staatsanwaltschaft eröffnete diese Woche ein Strafverfahren wegen qualifizierter Geldwäscherei gegen die Bank.

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