Im Bürgerkrieg in Syrien sind laut Aktivisten in den vergangenen zwei Monaten knapp 10'000 Menschen getötet worden. Die Zahl der Opfer des Konflikts habe sich damit auf über 240'000 erhöht, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Am 9. Juni hatte die Organisation in Grossbritannien die Zahl der Toten seit Beginn des Volksaufstands gegen Machthaber Baschar al-Assad im März 2011 noch mit 230'000 angegeben. Die Beobachtungsstelle warnte, dass die wahre Zahl der Opfer wahrscheinlich inzwischen deutlich über 240'000 liege.

72'000 tote Zivilisten

Unter den Opfern seien 72'000 Zivilisten, unter ihnen 12'000 Kinder, teilte die oppositionsnahe Organisation mit. Auf Seiten der syrischen Aufständischen würden 42'000 Tote gezählt, wobei nicht zwischen moderaten Rebellen, dschihadistischen Kämpfern, kurdischen Milizionären oder Deserteuren unterschieden wurde.

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Unter den ausländischen Dschihadisten gab es demnach 34'000 Tote. Die schwersten Verluste hatten aber die Regierungstruppen und ihre ausländischen Verbündeten mit 89'000 Toten zu verzeichnen. Die Angaben der Beobachtungsstelle lassen sich kaum unabhängig überprüfen.

(sda/dbe/chb)