Syrien hat Einzelheiten zu seinem C-Waffen-Arsenal an die Haager Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) gemeldet. Das teilte die OPCW der Nachrichtenagentur Reuters mit.

In den kommenden Tagen würden weitere Informationen erwartet. Die syrischen Bestände an chemischen Kampfstoffen werden auf rund 1000 Tonnen geschätzt. Nach einer amerikanisch-russischen Übereinkunft sollen sie komplett vernichtet werden.

Die OVCW gab zudem bekannt, dass ein für Sonntag geplantes Treffen auf unbestimmte Zeit vertagt wurde. Die Beratungen des OVCW-Exekutivrats über das Rahmenabkommen der USA und Russlands zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen sei verschoben worden, erklärte die Organisation. Ein Datum für ein Treffen werde «sobald wie möglich» bekannt gegeben. Eine Begründung wurde zunächst nicht gegeben.

Die OPCW überwacht das Verbot chemischer Waffen, das in der Chemiewaffen-Konvention festgelegt ist. Die Konvention untersagt die Entwicklung, die Herstellung, den Besitz, die Weitergabe und den Einsatz chemischer Waffen. Sie war im April 1997 in Kraft getreten.

(sda/muv/jev)