Die Juso Schweiz wird zum ersten Mal von einer Frau geführt. Die Delegierten wählten an ihrer ausserordentlichen Jahresversammlung am Samstag Tamara Funiciello an die Spitze der Jungpartei.

Die 26-jährige Bernerin wird damit Nachfolgerin von Fabian Molina, wie die Juso auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Molina hatte das Amt nach knapp zweieinhalb Jahren abgegeben. Funiciello studiert an der Universität Bern und ist ausserdem Gewerkschaftssekretärin bei der Unia, wie ihrer Facebook-Seite zu entnehmen ist.

Zukunft der Arbeit

Sie war Anfang Mai mit einem Vorschlag für eine 25-Stunden-Woche in den Medien in Erscheinung getreten. Mit der Digitalisierung und Roboterisierung brauche es in Zukunft neue Lösungen, damit jeder und jede eine Arbeit finden könne, hatte sie gegenüber der Zeitung «Le Matin Dimanche» gesagt.

Neben Molina waren auch Vize-Präsidentin Hanna Bay und Vize-Zentralsekretär François Clément aus der Geschäftsleitung zurückgetreten. Zum neuen Vize-Zentralsekretär bestimmten die Juso-Delegierten Kévin Buthey, neu in die Geschäftsleitung wurde Sebastian Werlen gewählt.

Nein zum Nachrichtendienstgesetz

Ausserdem beschloss die Partei die Ja-Parole zur Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft, sie sagt Ja zur AHVplus-Initiative und Nein zum Nachrichtendienstgesetz. Die Vorlagen gelangen am 25. September zur eidgenössischen Abstimmung.

(sda/gku)