Mit Trommeln und Trillerpfeifen brachten tausende Menschen ihren Unmut zum Ausdruck. Zu dem Protest aufgerufen hatte die Facebook-Seite «Nem maradunk csendben» (Wir bleiben nicht still).

«Wenn die (regierende) Macht ständig rote Linien überschreitet, wenn sie methodisch die Werte mit Füssen tritt, zu denen wir uns bekennen, können wir als verantwortliche Staatsbürger nicht still bleiben», sagte Aron Lukacs, einer der Organisatoren der Kundgebung, in seiner Ansprache.

Demokratie-Abbau

Der Protest richtete sich unter anderem gegen ein neues Gesetz, das die Schliessung der angesehenen, US-geführten Central European University (CEU) in Budapest nach sich ziehen könnte. Auch ein Gesetzesentwurf kam zur Sprache, der vorsieht, dass Zivilorganisationen, die Unterstützung aus dem Ausland erhalten, benachteiligt werden.

Kritiker werfen Orban vor, dass er seit seinem Amtsantritt 2010 die Demokratie in Ungarn abbaue, unter anderem durch autoritäre Einmischung in die Medien, in die Justiz, ins Bildungswesen und in die Verwaltung.

(sda/chb)