In Mexiko-Stadt sind nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen gegen eine umstrittene Energiereform auf die Strasse gegangen. Unter der Führung des Linkspolitikers Cuauhtémoc Cárdenas zogen sie vom Unabhängigkeitsdenkmal ins historische Zentrum der mexikanischen Hauptstadt.

Ihr Protest richtete sich gegen die Öffnung des Energiesektors. Unter anderem soll der staatliche Erdölkonzern Pemex künftig gemeinsame Geschäfte mit Privatunternehmen machen dürfen.

In den vergangenen Tagen kam es in Mexiko immer wieder zu Demonstrationen gegen die zahlreichen Reformvorhaben der Regierung. Auf dem Platz Zócalo im Stadtzentrum campieren seit rund zwei Wochen Tausende Lehrer, die gegen die Bildungsreform protestieren.

Anlässlich der Vorlage des ersten Rechenschaftsberichts von Präsident Enrique Peña Nieto wird am Sonntag mit einer Grossdemonstration mit mindestens 20'000 Teilnehmern gerechnet.

(sda/chb)