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Islamismus
Terror: Europol warnt vor einem neuen Paris

Paris: Im November starben über 100 Personen bei koordinierten Attacken. Keystone

Europol schockt den alten Kontinent: Die Polizeibehörde rechnet damit, dass IS-Kämpfer nach dem Vorbild der jüngsten Anschläge in Paris weitere Angriffe ausführen könnten.

Veröffentlicht am 25.01.2016

Die europäische Polizeibehörde Europol hat vor gross angelegten Anschlägen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Europa gewarnt. Der IS habe «neue gefechtsartige Möglichkeiten» entwickelt, um weltweit eine Reihe «gross angelegter Terroranschläge» zu verüben.

Das sagte Europol-Direktor Rob Wainwright am Montag in Amsterdam. Ein dazu erstellter Europol-Bericht komme zum Schluss, dass die Extremisten «insbesondere Europa» im Visier hätten.

«Massenhaft Opfer»

Es gebe «allen Grund» zu erwarten, dass der Islamische Staat selbst, von ihm inspirierte «Terroristen» oder andere religiös motivierte Gruppen «irgendwo in Europa erneut einen Terroranschlag verüben», heisst es in dem Bericht. Ziel seien «massenhaft Opfer in der Zivilbevölkerung».

Besonders hoch sei die Anschlagsgefahr voraussichtlich weiterhin in Frankreich. Dort waren am 13. November in Paris 130 Menschen durch zeitgleiche Angriffe an mehreren Orten getötet worden.

Besserer Informationsaustausch

Wainwright stellte den Bericht am Rande des Treffens der EU-Innenminister anlässlich der Arbeitsaufnahme des neuen Europol-Antiterrorzentrums vor. Das Zentrum sei «ein wichtiger Schritt vorwärts», um eine «aggressive, neue Form des internationalen Terrorismus zu bekämpfen», sagte er.

In dem Zentrum werden vorerst 40 bis 50 Experten arbeiten, die insbesondere einen besseren Informationsaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten ermöglichen sollen.

(sda/ise)

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