Bei einem Terroranschlag auf das Nationalmuseum in Tunis sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Täter in Uniformen hätten 19 Menschen getötet, darunter 17 Touristen, erklärte der tunesische Ministerpräsident Habib Essid am Mittwoch.

Unter ihnen seien Deutsche, Polen, Italiener und Spanier. Auch zwei Attentäter starben. Laut Essid wurden 24 Menschen verletzt, darunter 22 Touristen.

Das Feuer auf Touristen eröffnet

Mindestens zwei mit Kalaschnikows bewaffnete Angreifer waren nach Angaben des Innenministeriums am helllichten Tag in das Museum eingedrungen und hatten das Feuer eröffnet. Zu dem Zeitpunkt befanden sich demnach rund hundert Touristen in dem Gebäude.

Ein Grossteil von ihnen wurde in Sicherheit gebracht, bevor ein Polizei-Sonderkommando den Angriff beendete. Dabei wurden laut Staatsfernsehen zwei Terroristen und ein Polizist getötet.

EU beschuldigt IS

Die Angreifer hätten den Tourismus und die Wirtschaft des Landes treffen wollen, sagte Essid. Die Terrorattacke sei ein Ergebnis der Erfolge, die die Sicherheitskräfte gegen den Terrorismus im Land erzielt hätten.

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Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini machte die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) für die Tat verantwortlich. IS hat weite Teile Syriens und des Iraks unter seine Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen.

Nach Erkenntnissen der tunesischen Behörden haben sich 3000 Bürger des nordafrikanischen Staates der Gruppe angeschlossen. Es gab bereits Befürchtungen, dass einige zurückkehren und Anschläge verüben können.

(sda/gku)