1. Home
  2. Politik
  3. IS-Terroristen setzen Saubannerzug fort

Zerstörung
IS-Terroristen setzen Saubannerzug fort

Al-Hadra: So soll die Stadt eins ausgesehen haben.   Falconaumanni/Wikimedia/CC

Die Terrormiliz Islamischer Staat setzt ihre Zerstörung altorientalischer Kulturstätten im Irak fort. Am Samstag haben die Dschihadisten Ruinen in der Jahrtausende alten Stadt Al-Hadra gesprengt.

Veröffentlicht am 07.03.2015

In der Universität von Mossul ist man frustriert. «Das stellt einen Verlust dar, der nicht aufgewogen werden kann», sagt Hamid al-Dschuburi, Leiter der Abteilung für Altertümer der Universtität, der Nachrichtenagentur DPA. Zuvor hatten IS-Terroristen Ruinen in der Jahrtausende alten Stadt Al-Hadra (auch Hatra) gesprengt. Die Unesco hat Al-Hadra als Weltkulturerbe eingestuft.

Al-Hadra liegt rund 110 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul in der irakischen Provinz Ninive. Die Stadt beherbergt gut erhaltene assyrische Ruinen, die bis ins dritte Jahrhundert vor Christus zurück datieren. In ihrem historischen Wert ist Al-Hadra mit den Ruinenstädten des syrischen Palmyra und des libanesischen Baalbek vergleichbar.

Antike Stätte mit schwerem Gerät zerstören

Die IS-Kämpfer hatten Ende vergangene Woche bereits die einstige assyrische Hauptstadt Nimrud knapp 40 Kilometer südlich von Mossul angegriffen. Nach Angaben des irakischen Altertumministeriums hatten die Extremisten die Stadt am Donnerstag überrannt und damit begonnen, die antike Stätte mit schwerem Gerät zu zerstören. In Videos zeigten die Dschihadisten zudem die Zerstörung wertvoller Statuen.

(sda/se)

Anzeige