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Verluste
IS-Terroristen verlieren ihren Sprecher

Abu Mohammed al-Adnani: Der IS-Sprecher wurde in Aleppo getötet. Keystone

Der Sprecher des Islamischen Staats ist in Aleppo getötet worden. Abu Mohammed al-Adnani galt als wichtige Figur in der Organisation. Die Extremisten müssen damit einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

Veröffentlicht am 31.08.2016

Einer der höchsten Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach Angaben der Extremisten in Nordsyrien getötet worden. IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani sei in Aleppo als «Märtyrer» ums Leben gekommen, als er Militäroperationen inspiziert habe, teilte der IS am Dienstagabend mit.

Die Echtheit der Mitteilung im Internet liess sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle verbreitet. Auch die IS-Propagandaagentur Amakk berichtete über Al-Adnanis Tod.

«Kalifat» ausgerufen

Al-Adnani gehörte zu den berüchtigtsten Namen der Dschihadisten. Bekannt wurde er durch Audiobotschaften im Internet, in denen er den Gegnern des IS mit Angriffen drohte. Al-Adnani war es auch, der im Sommer 2014 in einer Audiobotschaft das «Kalifat» des Islamischen Staates ausrief und den IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi zum «Kalifen» erklärte.

Im vergangenen Mai rief der IS-Sprecher die Anhänger der Dschihadisten zu Anschlägen im Westen während des Fastenmonats Ramadan auf. "Macht diesen Monat mit Gottes Willen zu einem Monat der Leiden für die Ungläubigen überall", forderte Al-Adnani in einer über das Internet verbreiteten Audio-Botschaft.

Mehrere Anführer verloren

Über Al-Adnanis Alter gibt es unterschiedliche Angaben. Der IS-Sprecher soll Ende der 1970er Jahren in Syrien geboren worden sein. Die USA hatten ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Die sunnitischen Extremisten haben in den vergangenen Monaten bereits mehrere Anführer verloren. US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte Ende März, der IS-Vize und -Finanzchef Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli sei bei einer Militäroperation getötet worden. Der unter seinem Kampfnamen «Omar der Tschetschene» bekannte Tarkan Batiraschwili wurde rund 120 Kilometer südlich der nordirakischen Stadt Mossul getötet, wie Amak im Juli mitteilte.

(sda/gku)
 

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