Nach dem Kanton Zürich entscheidet die italienischsprachige Schweiz über ihre politische Führung: Am 19. April ist mit den Kantonsratswahlen Zahltag für die letzten vier Jahre Arbeit der Tessiner Kantonspolitiker.

Nun zeigt sich, dass stimmberechtigte Politikverdrossene auf Keinanzeigen-Plattformen wie Tutti.ch lieber ihre Stimmen verkaufen, als wählen zu gehen. Ab 400 Franken ist man bei Tutti-Kunde «Marco» schon dabei: Der Wahlzettel ist noch nicht ausgefüllt, aber mit seiner Unterschrift versehen. Marco ist offenbar nicht alleine, wie ein Bericht auf Ticinonline zeigt.

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Im Extremfall droht Gefängnis

Tutti.ch gehört seit diesem Februar ganz zum Verlag Tamedia und dürfte das Angebot wohl bald offline nehmen. Stimmenkauf fällt unter den Straftatbestand der Wahlfälschung und ist in der Schweiz wie in den meisten Ländern illegal. Leuten wie «Marco» drohen im Extremfall drei Jahre Gefängnis.