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Frankenstärke
Textilbranche will Zölle abschaffen

Textilbranche: Der Euromindestkurs half. Keystone

Die Schweizer Textilindustrie gerät wegen dem starken Franken unter Druck. Nun fordert sie den Bundesrat auf, verschiedene Zölle abzuschaffen.

Veröffentlicht am 12.07.2015

Die Schweizer Textilindustrie leidet unter dem starken Franken. Zur schnellen und effizienten Entlastung der Branche fordert Swiss Textile, der Verband Schweizer Textilunternehmer, deshalb Massnahmen. Der Bundesrat müsse etwa dafür sorgen, dass die PEM-Konvention endlich umgesetzt werde. «Solange dies nicht geschieht, haben wir neben dem starken Franken einen weiteren schweren Wettbewerbsnachteil», sagt Swiss Textile-Direktor Peter Flückiger der «NZZ am Sonntag».

Auch Importzölle im Visier

Auch die St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter fordert in einer Motion die rasche Umsetzung der PEM-Konvention. Die Konvention erlaubt eine Zollbefreiung innerhalb der Euro-Med-Freihandelszone, zu der die EU, die Efta, der Westbalkan und die Länder rund um das Mittelmeer gehören. Weil das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und der EU aber noch nicht revidiert ist, ergeben sich für die Schweiz wesentliche Wettbewerbsnachteile. Ferner fordert Swiss Textile die temporäre Aufhebung von Importzöllen. Dadurch erhofft sich die Branche Einsparungen von 4 bis 7 Millionen Franken.

(chb)

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