Heute haben die Stimmbürger an der Urne über zwei miteinander verbundene Vorlagen zur Altersvorsorge wie auch über einen neuen Verfassungsartikel zur Landwirtschaft entschieden. Während es für die Ernährungssicherheit ein klares Ja gab, scheiterten die beiden anderen.

Weiter durften die Schweizerinnen und Schweizer in elf Kantonen zu zahlreichen weiteren Themen ihre Meinung äussern. In Luzern etwa stand eine Volksinitiative zu Fremdsprachen in der Primarschule zur Abstimmung.

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16:21 Uhr: Wir bedanken uns bei unseren Lesern, verabschieden uns und wünschen weiterhin einen schönen Sonntag.

16:20 Uhr: Ein Zusammenfassung zur Abstimmung über die Altersvorsorge 2020 finden Sie hier.

15:44 Uhr: «Altersvorsorge - Zurück auf Feld eins» - der Kommentar zum heutigen Resultat von Handelszeitung-Chefredaktor Stefan Barmettler.

15:43 Uhr: Nun ist auch der Kanton Zürich ausgezählt: Ja und Ja.

15:12 Uhr: Das Tessin sagt zweimal Ja zu den Vorlagen zur Altersreform. Ein Ja gibt es auch für das Schulfach Staatskunde. Das Stimmvolk hat am Sonntag grünes Licht für eine entsprechende Änderung im Schulgesetz gegeben.

15:30 Uhr: Gewerkschaftsbunds-Präsident Paul Rechsteiner bezeichnet das Scheitern der Rentenreform als «unerfreulich». «Die Bürgerlichen haben den Abstimmungskampf sozialpolitisch geführt», sagte Paul Rechsteiner gegenüber der Nachrichtenagentur sda. So hätte etwa die SVP mit dem Slogan «Rentner bestrafen» argumentiert und die Generationen gegeneinander aufgehetzt.

15:06 Uhr: Gemäss gfs.bern lag die Stimmbeteiligung heute bei 47 Prozent (Fehlerbereich +/-2 Prozent).

15:02 Uhr: Im Kanton Genf braucht es für Volksinitiativen und Referenden künftig weniger Unterschriften. Künftig reichen die Unterschriften von zwei anstatt wie bisher drei Prozent aller Stimmberechtigten.

14:53 Uhr: Der Kanton Bern sagt Ja zur Altersvorsorge 2020 und zur Mehrwertsteuererhöhung, gleiches gilt für den Kanton Basel-Stadt.

Das denkbar knappe Resultat im Kanton Bern ist für diesen Twitter-Nutzer ein Argument:

— Luna Incognito (@mango_rules) 24. September 2017

14:47 Uhr: Die Zürcher Stimmberechtigten haben mit deutlicher Mehrheit entschieden, Ausländern mit Status F keine Sozialhilfe mehr zu zahlen. Sie erhalten künftig nur noch die deutlich tieferen Ansätze der Asylfürsorge.

14:22 Uhr: Für den Schweizerischen Baumeisterverband ist das Nein ein Auftrag, insbesondere über ein Modell ohne festgelegtes Rentenalter nachzudenken. Alternativ solle sich dieses auf das individuelle Recht auf Pensionierung stützen.

Kreativ zeigt sich auch dieser Twitter-Nutzer:

— Carla Loosle (@hamsterkrake) 24. September 2017

14:18 Uhr: Angestellte Schweiz bedauert das Nein zur Altersvorsorge 2020. Für den Verband stellt sich die Frage, ob die Schweiz überhaupt noch reformfähig sei. Vom heutigen Entscheid profitierten nur die extremen Pole, so die Stellungnahme.

14:07 Uhr: Die Reform der Altersvorsorge ist definitiv vom Tisch: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist am Ständemehr gescheitert. Bislang haben 10 Kantone und 4 Halbkantone Nein gesagt. Die nötigen 12 Standesstimmen sind damit nicht mehr erreichbar.

Zufrieden mit dem Resultat ist SVP-Nationalrätin Natalie Rickli:

Natalie Rickli (@NatalieRickli) 24. September 2017

14:05 Uhr: Ja zur Reform sagen Freiburg, Neuenburg und Jura, Nein dagegen nun auch Appenzell Innerrhoden.

13:50 Uhr: Weiter Gegenwind für die Altersvorsorge 2020: Nein aus den Kantonen Obwalden, Schwyz, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen. Damit sagen bisher 13 Kantone Nein. Das einzige Ja kommt bisher aus dem Kanton Wallis.

13:44 Uhr: Die Davoser entscheiden sich für eine grosse Sanierung ihres Eisstadions, das seit 35 Jahren die Heimat des Hockeyclubs HCD ist.

13:41 Uhr: Das Schaffhauser Stimmvolk hat Ja gesagt zur Initiative «Kein Abbau - Schule mit Zukunft». Damit wird eine Mindestanzahl von 259 Wochenlektionen in der Volksschule gesetzlich festgelegt. Es werden keine Pflichtlektionen gestrichen. Das Ergebnis fiel wie erwartet mit einem Ja-Anteil von 78,1 Prozent deutlich aus.

13:30 Uhr: Ein Nein zur Altersvorsorge gibt es aus den Kantonen Luzern, Thurgau, Graubünden, Aargau, Uri und Zug, so das SRF-Wahlstudio.

13:28 Uhr: Die zweite Hochrechnung zur Vorlage Altersvorsorge 2020 bestätigt die erste: 53 Prozent sagen Nein. Die Mehrwertsteuererhöhung wird wohl mindestens am Ständemehr scheitern. Das zeigen die Zahlen von gfs.bern.

13:22 Uhr: Der Kanton Jura tendiert zu einem Ja in der Altersvorsorge. Nach Auszählung von über der Hälfte der Stimmen sagen 56,1 Prozent Ja zur Reform und 56,6 Prozent zur Erhöhung der Mehrwertsteuer.

13:15 Uhr: Die Bundesverfassung enthält neu einen Artikel zur Ernährungssicherheit. Gemäss der ersten Hochrechnung des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag von SRF sagten 79 Prozent der Stimmenden Ja. Eine Zustimmung war erwartet worden. In den Umfragen hatten sich zwischen 67 und 69 Prozent für den neuen Verfassungsartikel ausgesprochen. Das Resultat fiel nun noch deutlicher aus

13:07 Uhr: Im Kanton Luzern lernen die Kinder weiterhin ab der dritten Klasse Englisch und ab der fünften Klasse Französisch. Die Stimmberechtigten haben die Volksinitiative «Eine Fremdsprache auf der Primarstufe» abgelehnt.

13:05 Uhr: Sowohl bei der Reform der Altersvorsorge als auch bei der Erhöhung der Mehrwertsteuer zeichnen sich im Tessin Ja-Trends ab. Noch fehlen aber die Ergebnisse in den bevölkerungsreichen Gemeinden.

13:02 Uhr: Die Ernährungssicherheit wird von den Stimmbürgern mit über 70 Prozent befürwortet.

13:01 Uhr: Bei der Mehrwertsteuer-Frage ist die Sache noch unentschieden.

13:00 Uhr: Nein von 53 Prozent zur Vorlage der Altersvorsorge 2020 laut der ersten Hochrechnung der gfs.bern.

Nun beginnen die Analysen:

Balthasar Glättli (@bglaettli) 24. September 2017

12:53 Uhr: Im Kanton Graubünden wartet man noch auf die Zahlen aus Chur.

12:50 Uhr: Die Medien haben auffallend viel über die AHV-Vorlage berichtet, sagt der fög-Experte im Wahlstudio. Die FDP konnte am meisten Aufmerksamkeit generieren, die Gewerkschaften dagegen konnten sich kaum Gehör verschaffen.

12:44 Uhr: Im Kanton Aargau stossen die beiden Vorlagen für die AHV-Reform auf ein unterschiedliches Echo. Nach der Auszählung der Resultate in zwei der elf Bezirke verwirft das Aargauer Stimmvolk zwar die Reform, stimmt aber der Zusatzfinanzierung durch die Mehrwertsteuer zu.

12:41 Uhr: In der Waadt zeichnet sich ein gegensätzliches Resultat bei der Altersvorsorge ab. Gemäss Zwischenresultaten wird die AHV-Reform mit einem Nein-Anteil von 51,70 Prozent abgelehnt, die Erhöhung der Mehrwertsteuer jedoch mit 51,34 Prozent Ja-Anteil angenommen. 

Da die beiden Vorlagen verknüpft sind, macht das nicht viel Sinn, meint dieser Twitter-Nutzer:

Christoph Voellmy (@voellmy42) 24. September 2017

12:40 Uhr: Bei SRF spricht Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband, von einer Scheinreform, nun brauche es eine echte Reform. Eine rasche Korrektur müsse nun aufgegleist werden.

12:36 Uhr: Der Kanton Glarus sagt wuchtig Nein zur AHV-Reform, Nein sagt auch Nidwalden. Beide Kantone sind komplett ausgezählt. Diese Informationen hat das SRF.

12:34 Uhr: Im Kanton St. Gallen sind 51 von 77 Gemeinde ausgezählt. Danach wird die Reform der Altersvorsorge deutlich abgelehnt. Es fehlen allerdings noch die grösseren Gemeinden sowie die Stadt St. Gallen.

12:30 Uhr: Die ersten Trends: Bei der Ernährungssicherheit wird ein deutliches Ja geben. Bei der Reform der Altersvorsorge wird ein deutliches Nein erwartet. Das ergab die Trendrechnung des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag von SRF.

— gfs.bern (@gfsbern) 24. September 2017

12:28 Uhr: Im Abstimmungsstudio diskutiert man darüber, ob die AHV-Vorlage möglicherweise zu komplex war.

12.19 Uhr: Im Kanton Genf ist ein deutliches Nein zur Reform der Altersvorsorge zu erwarten. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer wird gemäss ersten Resultaten einem Nein-Anteil von 57,62 Prozent abgelehnt, die Reform selber mit einem Nein von 60,36 Prozent.

12:16 Uhr: Der Kanton Basel-Stadt stimmt der Reform der Altersvorsorge 2020 zu: Nach Auszählung der brieflichen Stimmen beträgt der Ja-Anteil 53,8 Prozent zu. Zur Erhöhung der Mehrwertsteuer sagen gar 55,5 Prozent der Baslerinnen und Basler Ja. Der Anteil der brieflich Stimmenden beträgt im Kanton Basel-Stadt jeweils rund 95 Prozent. Deshalb ist davon auszugehen, dass auch nach Auszählung der übrigen Stimmen die Reform der Altersvorsorge angenommen wird. Unbestritten ist der Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit. Bei dieser Vorlage beträgt der Ja-Anteil 76,8 Prozent.

12:13 Uhr: Im Kanton Solothurn zeichnet sich bei der Abstimmung zur Altersvorsorge ein Nein ab. Auf Ja-Kurs ist dagegen die Vorlage zur Ernährungssicherheit. Der Ja-Stimmenanteil liegt bei 72 Prozent.

Erste Twitter-Reaktionen zum Nein-Trend:

Urs Brönnimann (@knallfrog) 24. September 2017

12:06 Uhr: Die Reform der Altersvorsorge 2020 im Kanton Zürich dürfte gemäss einer ersten Hochrechnung angenommen werden: Erwartet werden 51,5 Prozent Ja-Anteil zur Reform sowie 55,8 Prozent Ja-Anteil zur Erhöhung der Mehrwertsteuer.

12:03 Uhr: Im Kanton Nidwalden zeichnet sich bei der Abstimmung über die Altersvorsorge ein Nein ab. Nach Auszählung von sechs respektive acht der elf Gemeinden betrug der Nein-Stimmenanteil bei den beiden Vorlagen je rund 60 Prozent.

12:00 Uhr: Die Urnen sind geschlossen, nun wird es spannend.

11:47 Uhr: Im Aargau sieht es nach einem Nein zur AHV-Vorlage aus. Laut Radio Argovia sagen in bisher 40 Gemeinden 63 Prozent Nein, 37 Prozent Ja.

11:40 Uhr: Die Stimmlokale sind noch 20 Minuten offen. Bereits kurz nach 12 Uhr werden erste Hochrechnungen erwartet. 

(mit Material der sda)