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Vielverdiener
Tim Geithner am Rednerpult: Ein lukrativer Nebenjob

Tim Geithner während der Präsidenten-Rede über das Finanz-Budet 2012: Der talentierte Sprecher hat genug Grund zu lachen.

Der Ex-US-Finanzminister kann sein rhetorisches Talent teuer verkaufen. Dank der Deutschen Bank verdrängt Timothy Geithner nun gar Tony Blair und Bill Clinton von der Spitze der bestbezahlten Redner.

Veröffentlicht am 08.07.2013

Der ehemalige US-Finanzminister Timothy Geithner wurde zum bestbezahlten Redner der Welt gekürt, wie die «Financial Times» schreibt. Von der Spitze verdrängt wurden Bill Clinton und Tony Blair, die für drei Reden üblicherweise 400'000 US-Dollar verdienen. Diese Ex-Politiker erhielten Millionen für ihre Reden in privaten Funktionen seit sie ihren früheren Job an den Nagel hängten.

Letzten Monat erhielt Geithner für eine Rede an der Deutschen-Bank-Konferenz 200'000 US-Dollar, wie die «Financial Times» weiter schreibt. Sein früherer Lohn betrug laut «Bloomberg» 191'300 US-Dollar.

Hauptattraktion Geithner

Im Juni hat Geithner an der Jahreskonferenz der Deutschen Bank neben Nicolas Sarkozy, ehemaliger Präsident Frankreichs, und Mario Monti, Italiens Premierminister, eine Rede gehalten. Im April war Geithner die Hauptattraktion an der Jahreskonferenz der global führenden Investment- und Beratungsfirma Blackstone und im darauffolgenden Monat erschien er am Jahrestreffen der Warburg Pincus, US-Private Equity Unternehmen. Gemäss Kennern aus der Branche, erhielt er jedoch von den einzelnen Private-Equity-Firmen nicht mehr als 100'000 US-Dollar .

Bei ehemaligen Politikern und Regierungsmitgliedern ist es schon lange üblich, den eigenen Verdienst mit Redeaufträgen zu erhöhen. Eher ungewöhnlich ist allerdings, direkt nach dem Rücktritt bereits gegen Entlöhnung Veranstaltungen beizuwohnen, wie dies Geithner tut.

Zurückhaltung

Diese amerikanische Tradition hat sich nicht durchgehend nach Übersee verlagert. Dies zeigt beispielsweise der Rücktritt von Masaaki Shirkaw, ehemaliger Direktor der Bank of Japan. Nach seinem Rückzug wollte er ganze sechs Monate weder über seine Geldpolitik, noch über seine Erfahrungen als Präsident der Zentralbank sprechen.

(ama/jev)

 

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