Bei einem Angriff auf die Amerikanische Universität in Kabul sind nach Angaben der afghanischen Sicherheitskräfte 14 Menschen getötet worden, darunter zwei mutmassliche Täter. «Die Kämpfe sind zu Ende», sagte ein Polizist am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur Reuters.

Experten untersuchten nun den Tatort. Unter den Opfern seien sieben Studenten. Der Polizeichef von Kabul sagte, auch zwei Mitglieder des Sicherheitspersonals der Universität sowie drei Polizisten seien ums Leben gekommen. Ausländer seien nicht darunter. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.

Rettung mit Sprung aus Gebäude

Der Kabuler Polizei und dem Ministerium zufolge begannen die mutmasslichen Extremisten ihren Angriff mit der Detonation einer Autobombe und drangen dann in den schwer gesicherten Gebäudekomplex vor. Darin sassen Hunderte Studenten sowie ausländische Lehrkräfte stundenlang fest. Zudem hatten sich dort auch die Angreifer verschanzt.

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Schliesslich stürmten Elitesoldaten den Campus, wie Augenzeugen berichteten. Viele Studenten seien aus den Fenstern im zweiten Stock gesprungen, hiess es weiter. Einige hätten dabei Beinbrüche erlitten.

Vermisste Lehrer

Die radikal-islamischen Taliban und ein Ableger der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) hatten sich zuletzt zu einer Reihe von Gewalttaten in Afghanistan bekannt. Anfang August wurden in der Nähe der Amerikanischen Universität ein Lehrer aus den USA und einer aus Australien verschleppt. Sie werden weiter vermisst.

(reuters/jfr/chb)