«Die Gold-initiative aus SVP-Kreisen kommt zustande» - das meldete «20 Minuten Online» am Donnerstag. Lukas Reimann, SVP-Nationalrat und Co-Präsident des Initiativkomitees, wollte dies auf Nachfrage von «Handelszeitung Online» so nicht stehen lassen: «Es stimmt, dass wir mehr als 100'000 Unterschriften gesammelt haben, aber die sind noch lange nicht alle beglaubigt.» 

Die Initianten fürchten offenbar, dass sich ihre Unterstützer und Stimmensammler nach dem «20 Minuten Online»-Bericht nun zufrieden zurücklehnen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag schrieb SVP-Mann Ulrich Schlüer, ebenfalls Co-Präsident des Initiativkomitees, auf der Facebook-Seite der Initiative, er habe «20 Minuten» die mehr als 100'000 Unterschriften bestätigt. «Der Stand der gesammelten Unterschriften beträgt am 20. Februar 107‘335.» Die Kontrolle der Unterschriften bei den Gemeinden sei voll im Gange.

Aber: «Es ergibt sich der alarmierende Zwischenbefund, dass mit ungefähr fünfzehn Prozent ungültigen Unterschriften zu rechnen ist, resultierend aus Doppelunterzeichnungen», so Schlüer. «Wir sind also klar noch nicht über dem Berg!!!» Man sei darauf angewiesen, dass bis Mitte März intensiv weitergesammelt werde. Eingereicht wird die Initiative am 20. März.

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Die «Rettet unser Schweizer Gold»-Initiative, wie sie vollständig heisst, fordert von der Schweizerischen Nationalbank (SNB), alles Gold, das im Ausland lagert, in die Schweiz zurückzuholen. Ausserdem soll sie künftig kein Gold mehr verkaufen dürfen und mindestens ein Fünftel ihrer Aktiven in Gold halten müssen. Die SNB will die Initiative nicht kommentieren.

(tno/rcv)

Bildergalerie: Was Sie über Gold wissen müssen: