Der Sprecher des Weissen Hauses, Sean Spicer, ist laut US-Medienberichten zurückgetreten. Er reagierte damit am Freitag offensichtlich auf die Ernennung des Finanzinvestors Anthony Scaramucci zum neuen Kommunikationsdirektor von Präsident Donald Trump.

Spicer sei mit dieser Personalentscheidung nicht einverstanden gewesen, berichteten unter anderem der Sender NBC und die «New York Times». Er soll zu Präsident Donald Trump gesagt haben, die Entscheidung für Scaramucci sei «ein grosser Fehler», berichtete die «New York Times».

Heftiger Streit mit Journalisten

Sean Spicer war vom ersten Tag der Amtsübernahme Trumps an umstritten. Er hatte sich am Tag nach der Amtseinführung des Präsidenten einen heftigen Streit mit Journalisten über die Zahl der Besucher bei der Zeremonie vor dem Kapitol in Washington geliefert.

In den sechs Monaten seiner Zeit als Sprecher des Weissen Hauses kam es immer wieder zu heftigen Wortgefechten mit Journalisten. Spicer wurde zu einer Gallionsfigur der Trump-Regierung. Der 45-Jährige wurde anderem deshalb zum Thema in zahlreichen Comedy-Sendungen des US-Fernsehens. Schon öfter wurde spekuliert, Trump sei unzufrieden mit seiner Arbeit und Spicer stehe vor der Entlassung. Zuletzt hatte er sich aus der Öffentlichkeit stärker zurückgezogen und die Pressebriefings seiner bisherigen Stellvertreterin Sarah Sanders überlassen.

(sda/cfr)