US-Präsident Donald Trump hat offiziell angeordnet, den Klimaschutzplan seines Vorgängers Barack Obama zu einem grossen Teil aufzuheben. Er unterzeichnete in Washington ein entsprechendes Dekret. Obamas «Clean Power Plan» (Plan für saubere Energie) aus dem Jahr 2015 sah strikte Auflagen für die Emissionen aus Kohlekraftwerken vor.

Seine Regierung beende den Krieg gegen die Kohle, sagte Trump bei der Unterzeichnung im Weissen Haus. Die Entscheidungen würden zu sehr vielen neuen Jobs in den USA führen.

Klimawandel egal

Künftig müssen Bundesbehörden bei Entscheidungen etwa nicht mehr die Auswirkungen des Klimawandels bedenken. Die USA sollten dadurch von ausländischen Energiequellen unabhängig werden, hiess es zur Begründung. Tatsächlich sind die USA bereits heute de facto energieautonom.

Trump hob auch den Stopp der Verpachtung von öffentlichem Land für Kohleförderung auf und er änderte Begrenzungen der Methan-Emissionen in der Öl- und Gasindustrie. Einen offiziellen Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen beschloss die Regierung damit aber nicht.

(sda/chb/gku)